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Sascha

 

G. H.

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Der Co-Autor

Mittwoch, 12. Mai 2021, immer ein wenig pathetisch und selbstverständlich arg theatralisch, meine depressive Schreibe.

Jeder Blogger oder Tagebuchschreiber wundert sich schon mal über ältere Einträge (plus minus fünf bis zehn Jahre), vollkommen normal. Anormal wird es hingegen, wenn diese Verwunderung bereits nach vierundzwanzig Stunden einsetzt, wenn man kopfschüttelnd seinen eigenen Text vom Vortag liest.

Nicht das ich gänzlich aus der Zeit gefallen wäre, auch ist mir die Prämisse meines Textes immer noch vollkommen nachvollziehbar. Doch es sind die immer wiederkehrenden Metaphern und der dröge Duktus der Worte, die mir die Anwesenheit des unerwünschten Co-Autors offenbaren. 


Und wieder Unleidig

Dienstag, 11. Mai 2021, ich kann nicht grade behaupten, dass meine persönlichen Errungenschaften jemals eine unmittelbare Verbesserung meiner Lebensumstände herbeigeführt hätten. Der aktuellste Nachweis für diese - zugegeben - bittere Behauptung sind meine Gicht-bedingten Schmerzattacken.

Diese verfluchten Schmerzen hätten durch meine Alkoholabstinenz sowie Ernährungsumstellung schon längst merklich nachlassen müssen. Denn schließlich bin ich bereits seit Mitte Januar trocken und esse weitaus weniger Fleisch als es meine Gewohnheit ist. Die marginale Verbesserung, die ich mir für den April ersehnt hatte, die mich für weitere Maßnahmen hätte motivieren sollen, trat bis heute nicht ein. 

Gewiss, ich höre bereits all die markigen Parolen ehe mein Wehklagen beendet ist; eile mit weile, kein Fleiß kein Preis, der Tugend folgt die Belohnung, dem Laster die Strafe, etcetera, etcetera. Doch jedes Feuer frisst Sauerstoff und jeder Antrieb benötigt einen Impuls.

Dennoch werde ich noch ein Weilchen, vollkommen autonom jeglicher Dynamiken, trotzig den Pfad der Tugend folgen, ehe ich mich der totalen Destruktivität hingebe.

"20:07"


Gehemmter Wochenbeginn

Montag, 10. Mai 2021,  erwacht aus einem schlechten Schlafrhythmus und schnell von einer lähmenden Müdigkeit heimgesucht, hinkte ich durch diesen sonderbaren Montag ohne vorhandenen Plan und Elan.

Zudem hatten wir wieder einen absonderlichen Anrufer sowie einen technischen Ausfall.

Derlei willkürlich anmutende Abflogen, sind altbekannte Indikatoren für die Gabelung einer Zeitlinie.

Andererseits ist es gut möglich, dass ich bereits arg am Rad drehe.

04:43

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Zurück in die Normalität

Dienstag, 4. Mai 2021, wie genügsam uns der Virus machte. Wir wollen alle nur unser normales Leben zurück, den Status quo wiedererlangen, was immer das auch bedeuten mag. Denn allzu oft leben wir längst in einer neuen Normalität, während wir versuchen die alte wiederherzustellen.

Nichtsdestotrotz machte M. heute durch ihre Impfung, einen großen Schritt, in die richtige Richtung.

"18:30"

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Der widerwärtige Reigen

Montag, 3. Mai 2021, das Einzige, was bei uns in den Mai tanzte, waren die Maifliegen, die sich hier pünktlich in Massen, zum vermehren und sterben, eingefunden hatten. Schon seit Tagen ist es ratsam die Fenster, wegen der Invasoren, geschlossen zu halten.

Der heutige Schnappschuss vermittelt das Ausmaß der Belagerung keinesfalls. Durch diese missliche Lage, wird das Gefühl der Abschirmung, von der Außenwelt, noch intensiviert.

Ich hoffe das der Regen, den ich bereits in meinen gichtgeplagten Knochen spüre, dem Spuck ein Ende bereitet.

13:08


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