>

Sascha

 

G. H.

Home

Dezember 2012

November 2012

Oktober 2012

September 2012

Juli 2012

Juni 2012

Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Index
@

Das volle Programm

Dienstag, 24. April 2012, bekomme die Gicht nicht in den Griff. Meine Ärztin riet mir, nun zu den Allopurinol-300 auch täglich die Diclofenac einzunehmen. Ich nehme dieses Schmerzmittel immer sehr ungern ein, da diese mir immer  voll auf den Magen schlagen und Inkontinenz hervorrufen. Könnte mir natürlich auch noch etwas für dieses Problem verschreiben lassen doch fünf Pillen zum Frühstück ist mir zu viel des Guten. Meine Nierenwerte sind ohnehin schon im Keller. Doch ich zeih das jetzt durch mit den Diclac. Gehen ohne Schmerzen, das wäre mal was. Selbst wen es hieße, rennen ohne Schmerzen.

Die befürchteten Nebenwirkungen ließen nicht lange auf sich warten. 


Vortäuschen

Montag, 23. April 2012, der Grund für das Ausbleiben meiner Einträge ist nicht Geschäftigkeit sondern Stagnation. Sicher, neue Pläne sind geschmiedet und andere Fixpunkte wurden gesetzt. Die Sucht hat ihre Macht verloren und das Fleisch wurde geschont. Doch jeder Schritt ist schmerzhaft – keine Metapher – und jegliche Agilität vorgetäuscht, eine Pose, die durch das Bloggen schwer aufrecht zu erhalten ist.


Alles am Start

Dienstag, 17. April 2012, das Equipment steht, nur die Produktion lässt auf sich warten. Die Gicht nimmt mir den Wind aus den Segeln. Sicher, nur eine Ausrede und doch, ohne die scheiß Schmerzen wäre alles ein wenig leichter. Meine Knie sind so groß wie Köpfe von Türstehern. Morgen früh sitze ich wieder eine Stunde bei meiner Hausärztin im Wartezimmer und hoffe auf einen neuen Behandlungsansatz.

Zumindest werde ich mir keinen Vortrag über Alkoholmissbrauch anhören müssen. Schon komisch, dass ich als Alkoholabstinenzler erst so richtig die Packung bekomme. Auch das Fleisch ist nachtragend.


Mitten im Leben

Samstag, 14. April 2012, 20:43, heute ist wieder Schlag den Raab angesagt. Grade hatten sich die heutigen Kandidaten präsentiert; ``Mein Name ist Tobias, komme aus Mainz und bin Diplom-Ingenieur. In meiner Freizeit jogge ich und betreibe Kampfsport. Meine Frau teilt mit mir die Begeisterung für Jetski und mein fünfjähriger Sohn spielt bereits Geige. Mit dem Geld würde ich mir ein Haus bauen und somit einen lang geträumten Traum erfüllen.´´ Blabla.

Immer steht auch eine Frau zur Wahl, die vom Publikum gewellt werden kann – was jedoch nicht oft vorkam. Ich fände es lustig, wen bei jeder Sendung auch ein Loser zur Wahl stünde. ``Ich heiße Sascha, komme aus Hamburg meine berufliche Karriere ist im Arsch. Meine Leidenschaft ist der Alkohol, ferner bin ich ein ausgewachsener Borderliner mit starkem Drang zur Selbstverstümmelung. Die selbst angezüchtete Gicht macht mich zunehmend bettlägerig und aus einem mir unbekannten Grund bin ich bereits seit Jahrzehnten Single. Da man für die Erfüllung meiner Träume kaum Geld benötigt, ist es mir nicht möglich vorauszusagen, was ich mit dem Gewinn anfangen würde.´´ Ob das allerdings zu Abendunterhaltung beitragen würde, ist fraglich. Zumindest wäre das Konzept repräsentativ. Den nicht jeder von uns steht mitten im Leben. Der Rand ist stark frequentiert.

22:10, Raab ist verletzt – der Meniskus. Ein Grund, warum ich diese Sendung so gerne sehe, steht sicherlich mit dem Ehrgeiz von Raab in Zusammenhang. Faszinierend! Natürlich bin ich heute besonders für den angeschlagenen Stefan Raab.

00:40. Gewann doch noch, wieder aller Erwartung, der angeschlagene Stefan. Lobenswert ist es, wenn eine, im Grunde banale Samstagabendshow, für einen Loser inspirierend ist.


Unter 50%

Mittwoch, 11. April 2012, die Zeiten in denen Dora - unser Mops - vollkommen unbefangen durch eine Tierklinik stolzierte, sind wohl für immer vorbei. Der Grund, weshalb wir heute bis nach Hannover fuhren, nahm lange vor der Geburt unseres Hundes seinen Anfang – verfluchte Züchter.

Nach drei Stunden Wartezeit, Blutabnahme und Röntgenaufnahmen kam die schaurige Diagnose, OP mit dürftiger Überlebenschance – das Hüftgelenk.

Natürlich ist der Mops zu schwer, meinem Vater fällt viel zu oft etwas vom Tisch. Es gilt drei Kilo, besser vier abzuspecken, doch ob wir nach dieser Kur das Risiko einer OP eingehen, ist fraglich. Wir hoffen darauf das der Mops, mit weniger Speck auf den Rippen und der Hinzunahme von Medikamenten, noch lange schmerzfrei leben kann.


Fragwürdige Wiederaufnahme

Montag, 9. April 2012, die, ohne einen erkennbaren Grund, eingelegte Pause, wird heute – ebenfalls ohne bestimmten Anlass – wieder beendet. Warum ich neuen Tage nicht schrieb und ob dies einen bestimmten Effekt hervor rief vermag ich nicht zu beantworten, den mein Fundus an selbstanalytischen Potenzial– Achtung zeitbezogene Metapher - ist ebenso leer geblasen wie ein Osterei.

Einzig das Ausmaß der Staknation ist auffällig. Schmerzen – Gicht - Entzugserscheinungen - Alkohol - und die mir entgegen gebrachte Verschlagenheit sind auf dem mir vertrauten Level.

Heute den zweiten Tag in SL. Ebenso Fußlahm wie in HH, doch wenigstens nicht alleine.

  


copyright © e-mail@sascha-g-h.de