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Sascha

 

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Alles, was zu sagen wäre

Samstag, 31. März 2012, um es versöhnlich enden zu lassen. Es gibt diese kurzen Momente in denen ich mir wünsche Du könntest diesen Song hören.


Zwei Ratten

Freitag, 30. März 2012, immer noch in SL, den halben Tag im hiesigen Büro verbracht. Komme immer wieder zu der Erkenntnis, dass ich für dieses Geschäft untauglich geworden bin. Zu dünnhäutig und unbekehrbar rachsüchtig.


Fittiche

Donnerstag, 29. März 2012, M. nahm mich heute mit nach SL. Der Einsamkeit ein Ende, vielleicht grade rechtzeitig.


Bäuchlings

Mittwoch, 28. März 2012, schlafe die meisten Stunden über den Tag verteilt auf meiner Couch und liege in der Nacht wach in meinem Bett. Die Gicht plagt mich. Mit einem konstanten Schmerz in den Schlaf zu finden wäre möglich, doch dieser stechende Schmerz, der mir immer wie ein Blitz durch das Knochenmark fährt, sobald  ich meine gewohnte Schlafposition einnehmen möchte, ist dem Schlaf alles andere als dienlich. Die Fußzehen dürfen nicht mit der Matratze in Kontakt kommen. Ein Handicap und mehr als zwei Stunden Schlaf auf dem Sofa – die Füße frei schwebend hinter der Armlehne – ist mit diesem nicht möglich. 


Nichts Neues

Dienstag, 27. März 2012, war den ganzen Tag alleine mit dem Schmerz.


Schnell, schnell

Montag, 26. März 2012, bin nach zwei Terminen schnell Heim gefahren und habe mich aus den Schuhen befreit.


Abgeschnitten

Sonntag, 25. März 2012, verzichtete dieses Wochenende, unter anderem wegen einer Vollsperrung auf der A7, auf das sonntägliche Familientreffen.

Unter anderem - der Stau, die Gicht, und die hinterlistigen Pläne eines Familienmitgliedes.

Der erste Sonntag seit einigen Wochen, der nur mir überlassen ist. Genauer – der erste Sonntag seit einigen Wochen, der nur mir überlassen ist und den ich ohne Alkohol verleben werde.

Das anheimelnde Sonntagsgefühl, ja die Gemütlichkeit, ist nur noch eine Erinnerung.


Kapitulation

Samstag, 24. März 2012, obgleich der heutige Tag genug positive Elemente aufzuweisen hatte, werde ich diese – das Positive - am 23.01.2012 eingefügte Komponente meines Blogs fürs Erste einstellen. Zu banal sind an den meisten Tagen meine positiven Impressionen und die Suche nach diesen oftmals erfolglos.


Mahl ablachen?

Freitag, 23. März 2012, das Video ist für mich eines der lustigsten auf You Tube. Frage mich immer ob das alles Leute waren die – The Ring – gesehen haben. Den was ist an einem kleinen Mädchen auf einem Hotelflur schon so furchteinflößend.

Obwohl!


Des Pudels Kern?

Donnerstag, 22. März 2012, der bisher aktivste Tag der Woche, die Pharmaindustrie macht es möglich. Mittlerweile jeden Tag Schmerzen, jeden Tag die Gicht auf den geschundenen Nervenenden. Nahm gleich am Morgen zwei Schmerztabletten ein, für jeden Schuh eine Tablette.

M. besuchte mich gegen Mittag, später noch mit L. E. einwenig rumgefahren, sehr angenehm, Kalle brav auf dem Rücksitz.

Versuche derzeit wieder einmal, meinen alten Alienware zum laufen zu kriegen. L. E. war so freundlich mich zum Hauptzollamt zu fahren. Dort lag der sündhaft teuere Import einer Grafikkarte zu Abholung bereit. Nach einem Ausgleich einer Mehrwertsteuernachzahlung und der Beantwortung einiger Fragen – was ist da drin, wozu brauchen sie das? (Der Schalk in mir, flüsterte mir ins Ohr – eine Platine, für einen Marschflugkörper) – wurde mir die Grafikkarte auch ausgehändigt.

Als ich Zuhause wieder die Schuhe auszog, war der Tag für mich gelaufen.

Das Positive: draußen!


Das Wehklagen meiner Nachbarin

Mittwoch 21. März 2012, gestern drang Qualm, und heute das Wehklagen meiner Nachbarin zu mir empor. Da nehme ich lieber den Qualm und den Gestank von verschmauchtem Kunststoff in kauf. Natürlich hört niemand gerne seine Mitmenschen beim Weinen zu, doch ich kann und möchte dergleichen gegenwärtig nicht hören.

Schreie ich doch selbst mein Gezeter in den Cyberspace. Ein wenig stiller doch nicht diskreter. Jedem seine eigene Parzelle in der Hölle.

Da hilft es nur, die Musik weiter aufzudrehen.


Frühlingsanfang!

Dienstag, 20. März 2012, ja, der Frühling ist am Start, doch mir vollkommen egal!

Wohnung nicht verlassen.

Meine Apathie ist auf einem neuen Höhepunkt.

Heute herrschte im Treppenhaus ein großes Tohuwabohu, die vertrauten Stimmen meiner Nachbarn waren in heller Aufregung. Auch zu mir war der Schmauchgeruch aufgestiegen, doch es war mir egal. Weder Neugier noch Fluchtreflex setzten mich in Bewegung.

Jemand klingelte bei mir, ich öffnete nicht.

Das Positive: der Qualm zog ab.


Ein Schlag in die Magengrube

Montag, 19. März 2012, natürlich bildlich gesprochen, doch nicht minder schmerzhaft.

Das Positive: die Sonne.

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Immer wieder lustig!

Sonntag, 18. März 2012, ja schon klar, Männertrip ist nicht grade ein Film, den man sich mit seiner Mutter ansieht, doch meine Mom ist cool und lachen ist gesund.

Das erste Mal hatte ich diese Komödie, wohl ganz wie von den Autoren vorgesehen, mit meinen Cousins und einer Flasche Vodka – ach Vodka – angesehen. Doch auch beim zweiten Mal und selbst im nüchternen Zustand ist der Streifen einfach nur uhrkomisch.

Das Positive: das Zwerchfell unter Belastung.


Ich glotz TV

Samstag, 17. März 2012, erbärmliches Highlite des Tages. Hatte mich schon die gesamte Woche den gesamten Tag auf Schlag den Raab gefreut. Versteht mich nicht falsch, die Sendung ist für mich die beste Samstagabendshow im deutschen TV, doch sich auf diese über Tage Stunden hin zu freuen, einfach nur armselig.

Da sollte mir doch Besseres einfallen. …………………

Das Positive: ach!


Ungewohnt 

Freitag, 16. März 2012, tückisch ist die Sucht, den sie webt sich in unser Verhaltensmuster. Habe es heute vollbracht eine Badewanne, ohne ein Glas Scotch, am Beckenrand zu betreten.

Doch die eigentliche Herausforderung wurde von mir durch das Verlassen der Wanne gemeistert.

Das Positive: am Ende und kaputt, doch nüchtern und sauber.


Jubel!

Donnerstag, 15. März 2012, eine Woche trocken!

Das Positive: Ich bin doch ein wenig stolz.


Flow

Mittwoch, 14. März 2012, manche Biografin sind schon sehr beidruckend. Auf arte lief ein Porträt über Möbius alias Jean Giraud. Dieser begnadete Comiczeichner fand so früh zu seiner Passion und prägte die Kunstgattung Comic wie kaum ein anderer. Natürlich musste auch er Widerständen und Dämonen trotzen, doch seine Bestimmung hatte sein Leben von Anfang an geprägt und gefestigt.

Natürlich betrachtete ich augenblicklich, sehr nüchtern, die Prägung meines eigenen Lebens. Scheitern und zu Fall kommen, kam mir augenblicklich in den Sinn. Natürlich, Aufrappeln und neu Orientierung ist auch ein Teil meines Lebens. Doch der Leitfaden meins Lebens, über den ich ständig aufs neue zu Fall komme, ist mit Schwäche gleich zu setzten. Der Flow ist abgerissen und die Knie schmerzen.

Bin einfach viel zu nüchtern, heute Nacht.

Das Positive: morgen bin ich eine Woche nüchtern.


Vermurkster Tag

Dienstag, 13. März 2012, hatte mir für den heutigen Tag einiges vorgenommen. Unteranderem einen Supermarkt betreten. Vergas bei meinen Einkäufen die Hälfte. War zu sehr damit beschäftigt, einen großen Bogen um die Spirituosen zu schlagen.

Ohnehin, wäre ich ein Motor so liefe ich nicht rund - der Treibstoff.

Das Positive: kein Stoff auf dem Kassenbeleg.


Feigling

Montag, 12. März 2012, die Wohnung nicht verlassen. Muss darauf achten, Alkoholismus nicht mit Agoraphobie einzutauschen. Traue mich immer noch nicht in den Supermarkt. Der Supermarkt gleich um die Eck, besitzt eine gut sortierte Spirituosenabteilung. Fünfzehn Sorten Vodka griffbereit.

Das Positive: vier Tage trocken!


Abholer

Sonntag, 11. März 2012, wieder bin ich ein Flüchtiger vor der Sucht. So oder so hätte ich mich heute ohnehin nicht dem Suff hingeben können, am Abend stand noch eine Nachtfahrt an.

Mein Vater kehrte aus Bulgarien zurück. So wie es aussieht, hatte er sehr viel Glück. Kann darauf hoffen, dass Vater in den nächsten Tagen wieder vollkommen genesen ist.

Bis zum Abend wie ein Bekloppter durch den virtuellen Kosmos geflogen – EVE. Es galt die Motorig am laufen zu lassen und so wenig wie möglich zu denken.

Mutter, immer noch von den Windpocken geplackt, hatte noch Braten gemacht.

Das Positive: die Nachtfahrt.


Entzug! Ja, ich weiß!

Samstag, 10. März 2012, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, machten mir wieder die Auswirkungen einer Alkoholvergiftung – um nicht weiter ins Detail gehen zu wollen – zu schaffen.

Ja, ich weiß, schon wieder!

Jedenfalls, um es kurz zu machen, ich habe die Schnauze voll.

Ja, ich weiß, das hatten wir alles schon einmahl.

Um der Versuchung bei den Einkäufen nicht zu erlegen, habe ich heute schlicht keine Einkäufe für das Wochenende getätigt. Genauer, die Wohnung nicht verlassen, mich eingeschlossen, in Gewahrsam genommen.

Ja, ich weiß!

Ein wenig Toast und Suppe wäre nicht schlecht doch es ist niemand dort draußen, den ich bemühen könnte.

Ja, ich weiß!

Zur Primetime lief die diesjährige Wok-WM. Letztes Jahr trank ich bei jeder Abfahrt ein kleines Glas Vodka – ein riesen Spas!

Ja, ich weiß!

Statt dessen, neun Stunden EVE.

Ja, ich weiß!

Die Verdauung!

Ja, ich weiß!

Der Schlafentzug!

Ja, ich weiß!

Der Drang zur Selbstverletzung!

Ja, ich weiß!

Das Positive: Eine XXL Pizza vom Boten.


Außer Kontrolle

Freitag, 9. März 2012, war schon sehr früh unterwegs, brachte meinen Wagen zur Inspektion, dem Verfall entgegenwirken. Die Thematik des Verfalls beschäftigte mich auch heute. Ist man selbst der Angst vor dem Tod nicht unterworfen, so fürchtet man ihn doch. Den er könnte einem die Liebsten nehmen, oder zumindest Menschen, die einem etwas bedeuten.

Als mir im April 2009 bei zweihundertsiebzig der rechte Vorderreifen explodierte, war ich mir für Sekunden sicher augenblicklich sterben zu müssen. Doch ich verspürte weder Angst noch Panik, eher so etwas wie eine gewisse Neugier. Vielleicht rette mich grade diese latente Todessehnsucht das Leben. Den hätte ich mich panisch an das Leben, oder in diesem Fall das Lenkrad, geklammert, so wäre genau dies mein Verhängnis gewesen.

Doch in die Lebensläufe meiner Mitmenschen kann ich nur bedingt eingreifen. Diese Tatsache schmeckt mir nicht. Noch bitterer ist die Erkenntnis, das ich mit mehr Kontrolle über mein Leben, nur dem Leben meiner Liebsten dienlich wäre. Doch was das betrifft, kriege ich die Kurve nicht.

Das Positive: Schinkennudeln


Big Rip

Donnerstag, 8. März 2012, früher oder später geht ohnehin alles vor die Hunde. Hoffnung weicht der Ernüchterung, Herzen hören auf zu schlagen, Sonnen erlöschen oder explodieren und selbst der Kosmos wird eines Tages im Big Rip - dem Anti-Urknall - zerfallen. Alles rast auf die Zersetzung zu, eine unweigerliche Komponente der Existenz. In der Gravitation dieser unvermeidlichen Gewissheit scheint eine Beschleunigung dieses Prozesses unnotig zu sein, doch mein Vater sieht das wohl anders.

Ja sorry, weit ausgeholt.

Dieser hielt es heute Morgen für sinnvoll, im vereisten Varna, nach einer exzessiven Sauftour, also stark alkoholisiert, einem Taxi entgegen zulaufen.

Das Positive: Es ist nichts gebrochen.


Abgehakt

Mittwoch, 7. März 2012, es gelang uns heute, eine große Sache endgültig abzuhaken. Lange haben wir darauf hingearbeitet, vielleicht zulange. Freude blieb aus und Erschöpfung stellte sich ein. Freude benötigt Energie. Alles ein wenig unwirklich.

Meine Mutter bekam die Windpocken – eine Kinderkrankheit. Woher, wie und vor allem warum, wird wohl nie beantwortet.

Alles so unwirklich heute.

Das Positive: die Sache.


Sorry  wahnsinnig!

Dienstag, 6. März 2012, sorry, aber ich möchte dich immer noch umbringen. Genauer, töten deine Leiche verunstalten, dein Haus abbrennen und auf die Asche deiner Existenz pissen. Ich glaube das spricht wohl alles nicht sonderlich, für den Genesungsprozess meiner Psyche. Habe die Adresse zu deiner Behausung immer noch in meinem Navigationsgerät, ich kenne die Umrisse sowie die Zugänge von deinem Haus und dein Terminkalender ist für mich einsehbar. Ich könnte eines Tages warten bis du heimkehrst um dich gebührend zu empfangen.

Sorry, werte Leser, dieser Blog wird wohl auf unbestimmte Zeit nicht frei vom Wahnsinn sein.

Das Positive: das ich nicht alleine war.


Boden gut gemacht!

Montag, 5. März 2012, und zur Feier des Tages, ein wenig Musik!

Das Positive: 0965582060205920602990103620602069206220602

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Brodeln

Sonntag, 4. März 2012, im Grunde ist nichts los und doch, vielleicht klettert mir grade aus diesem Grund, der Wahnsinn den Nacken hoch, die Ruhe hat in wachgerufen.

In der kommenden Woche werde ich viele Probleme lösen können und doch - immer dieses verfluchte, und doch.

Kaltes Wasser siedet nicht und doch, die Klinge ist stumpf und doch – das Fleisch schlägt Blasen und die weißen Wände färben sich rot.

Das Positive: Mais mit Butter bei Mutter. Ja sorry, der war schlecht.


Lahm

Samstag, 3. März 2012, die Gicht war heute übermächtig – starke Schmerzen. Einkäufe waren heute nicht möglich, Wohnung nicht verlassen, lies mir das Nötigste vom Pizzaservice kommen. Wäsche gewaschen, Blog aktualisiert und wie ein Opa durch die Wohnung gehumpelt.

Das Positive: Diclofenac


33

Freitag, 2. März 2012, ist das der Quell zu meinen Knien, habe ich die Durststrecke überwunden?

Wie ergiebig ist dieser funkelnde Quell und wie viel lässt mir der schwarze Geier übrig, dessen Schatten lautlos seine Bahnen über die ausgedörrte Erde zeiht?

Die Harnsäure legt sich auf die freien Nervenenden und der Schmerz, ist die Ausgeburt meiner Schwäche

Das Positive: 33


Teile und herrsche

Donnerstag, 1. März 2012, das mit dem Herrschen hast du gut drauf, nur das Teilen fällt dir schwer. Genauer, du teilst die Verluste und herrschst über die Profite. Noch genauer, du machst deine Verluste zu meinem Verlust und meine Gewinne zu deinem Gewinn. Und wehe dem, der sie nicht frisst, deine Abspeisungen und Lügen. Dem schlägt die primitivste aller Bosheiten entgegen. Dein Glück ist mein Verderb. Den das ruchlose Blut, das durch deine Adern rinnt, fließt auch durch meine Venen.

Das Positive: dass am Abend, Blut und Alkohol floss.


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